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Nach dem Bruch der sozial-
liberalen Koalition von
Bundeskanzler Helmut
Schmidt am 17. September
1982 - es bestanden
schwerwiegende
Meinungsverschiedenheiten
über die zukünftige
Wirtschaftspolitik in
Deutschland (Anlass war u.a.
ein Strategiepapier der FDP,
das von Otto Graf Lambsdorff
ausgearbeitet worden war und
neoliberale Positionen zur
Reform des Arbeitsmarkts
enthielt) - nahmen FDP und
CDU/CSU am 20. September
1982 Koalitionsgespräche
auf.
Kohl wurde für das Amt des
Bundeskanzlers nominiert
und am 1. Oktober 1982 im
Rahmen eines konstruktiven
Misstrauensvotums gegen
den amtierenden
Bundeskanzler Helmut
Schmidt zum sechsten
Bundeskanzler gewählt.
Bundesaußenminister wurde,
wie auch in der sozial-
liberalen Koalition, Hans-
Dietrich Genscher. Der
Koalitionswechsel war
innerhalb der FDP sehr
umstritten. Da die FDP mit
einer Koalitionsaussage
zugunsten der SPD in den
Wahlkampf 1980 gegangen
war, sprach man teilweise von
mangelnder Legitimation. Um
diese Legitimation
herzustellen führte Kohl ein
Verfahren durch, was vor ihm
schon Willy Brandt verwendet
hatte: Er stellte die
Vertrauensfrage über die am
17. Dezember 1982 vom
Bundestag entschieden
wurde.
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