Rückzug aus d. Politik

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1967 wurde er Parteivorsitzender der CDU (bis 1971). Nach der Bundestagswahl 1969 versuchte Kiesinger die FDP von der Bildung der sozialliberalen Koalition abzuhalten, indem er – der vehemente Befürworter des Mehrheitswahlrechts – sie mit einer langfristigen Absprache köderte, die auch eine Garantie gegen jegliche Wahlrechtsänderungen enthalten sollte. Als diese Strategie scheitert und die FDP eine Koalition mit der SPD eingeht, zeigt er sich enttäuscht und kündigt an, die CDU werde versuchen, zukünftig aus allen Landtagen "diese Partei herauszukatapultieren, die sich jetzt als Schlüsselfigur in der Bundesrepublik betätigt." Kiesinger hielt die Wahl von Willy Brandt bis zu seinem Tode für nicht wirklich demokratisch legitimiert und begründete das damit, dass einerseits die Union stärkste Fraktion geworden sei und andererseits auch nach allen Umfragen sich mehr Bundesbürger ihn anstatt Brandt als Kanzler gewünscht hätten. Am 27. April 1972 begründet er im Bundestag den konstruktiven Misstrauensantrag der Unions-Fraktion gegen Willy Brandt.
In der achten Legislaturperiode (1976-1980) war Kiesinger nach seinen Parteifreunden Ludwig Erhard und Johann Baptist Gradl der drittälteste Abgeordnete des Bundestages.