Tätigkeit ab 1945

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Von 1945 bis 1946 war er in der von Ministerpräsident Wilhelm Hoegner geführten Landesregierung Bayerischer Staatsminister für Handel und Gewerbe.
1947 leitete er die Expertenkommission Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung der Finanzen der britisch- amerikanischen Bizone und war als solcher mit der Vorbereitung der Währungsreform betraut.
Am 2. März 1948 wurde er auf Vorschlag der FDP zum Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes gewählt und war damit für die Wirtschaftspolitik in den westlichen Besatzungszonen verantwortlich. Erhard wurde erst fünf Tage vor dem geplanten Termin von den West-Alliierten über die bevorstehende Währungsreform (am 20. Juni 1948) informiert. Einen Tag vor der Währungsreform ließ Erhard über Rundfunk verkünden, Zwangsbewirtschaftung und Preisbindungen seien aufgehoben. Am nächsten Tag wurde er zu dem amerikanischen Militär- Gouverneur Lucius D. Clay zitiert, der ihm erbost vorwarf, er habe eigenmächtig Vorschriften des alliierten Besatzungsrechts verändert. Erhards Antwort: „Ich habe sie nicht verändert, ich habe sie abgeschafft!“. Erhards eigenmächtige Entscheidung, die dann mit dem Leitsätzegesetz verwirklicht wurde, gilt heute als wesentliche Voraussetzung für das danach einsetzende „Wirtschaftswunder“.